Liebe Müll-Vermeidungs-Begeisterte in Nürnberg & Umgebung, liebe Zero Waste-, Circular Society- und Kreislaufwirtschaft-Interessierte,
endlich habe ich mir die Zeit genommen, euch die spannendsten Entwicklungen der letzten Wochen zusammenzutragen – und es ist so viel passiert, dass ich sogar ein Inhaltsverzeichnis für euch gebastelt habe! Von erfolgreichen Aktionen im Oktober über konkrete Pläne für November bis hin zu einer möglichen neuen Kooperation in Lichtenreuth und einer Einladung für Kurzentschlossene: Hier findet ihr alles, was unsere Zero Waste-Community in Nürnberg aktuell bewegt. Lehnt euch zurück, gönnt euch einen Tee (am besten in eurer Lieblings-Porzellantasse) und stöbert mit Freude – ich hoffe, ihr findetInspiration, Spaß und den ein oder anderen „Wow, das probiere ich aus!“-Moment!
Das Inhaltsverzeichnis
- Rückblick: Oktober-Netzwerktreffen & MitMachWorkshop auf der Veggienale
- Social Pingu & ZeroWasteNürnberg-Austausch
- Neue Kooperationen Umweltverbände & Bildungsangebote
- MitMachWorkshop auf der Veggienale am Weekend
- Ausblick: November-Netzwerktreffen & Pläne für 2026
- Für Kurzentschlossene – Arbeitstreffen bei Roland: Optimierung und Weiterentwicklung des Entdeckungs-Zuordnungs-Quiz
- Neues Projekt: Quartiersbüro Lichtenreuth – Circular Society im Mikrokosmos
- Treffen mit Sozialpädagogin vor Ort – erstes Brainstorming
- Vision: Nachhaltige Stadtteilarbeit von Anfang an – eine zirkuläre Gemeinschaft
1. Rückblick: Oktober-Netzwerktreffen & MitMachWorkshop auf der Veggienale
Am letzten Tag des Oktobers, um 19 Uhr, kamen circa 15 Menschen im Klara zusammen, um am offenen Social Pingu-Treffen teilzunehmen. Dieser Teil des Abends ist offen für alle, die das erste Mal mit Bluepingu e.V. in Kontakt kommen möchten, sich über unseren Nachhaltigkeitsverein informieren oder sich ehrenamtlich im Bereich Ökologie und Nachhaltigkeit engagieren möchten. Social Pingu bietet hier die perfekte Plattform, um Anknüpfungspunkte zu finden und mehr über die vielfältigen (14) Arbeitsgruppen von Bluepingu zu erfahren.
Besonders spannend wurde es dann ab 19:45 Uhr, als sich acht Personen zum spezifischen ZeroWasteNürnberg-Austausch zusammenfanden. Erstmals saßen dabei Vertreterinnen und Vertreter von Greenpeace Nürnberg (Plastikvermeidungsgruppe), BUND Nürnberg (Plastikvermeidungsgruppe) sowie Waltraud vom bayernweit aktiven Projekt „Das bessere Müllkonzept“ mit am Tisch. Diese Konstellation unterstreicht nicht nur die wachsende Strahlkraft unseres Netzwerks, sondern auch die gemeinsame Schlagkraft, die entsteht, wenn vier zentrale Umweltverbände der Region ihre Kräfte bündeln.
In einer offenen und konstruktiven Atmosphäre diskutierten wir die Vorbereitungen für den MitMachWorkshop auf der Veggienale sowie gemeinsame Projekte wie Infostände vor Supermärkten. Ein zentrales Thema war auch die Weiterentwicklung unserer Bildungsangebote, sowohl für Kinder und Jugendliche in Schulen als auch für Erwachsene bei anderen NGOs und in Unternehmen. Besonders freuen wir uns, dass wir für unsere Pressearbeit Prof. Dr. Beatrice Dernbach (https://www.th-nuernberg.de/person/dernbach-beatrice/) gewinnen konnten. Sie ist Forschungsprofessorin für Nachhaltigkeits- und Wissenschaftskommunikation an der Ohm und die perfekte Ansprechpartnerin für unsere Anliegen. Isabel und ich haben es in den letzten Tagen geschafft, sie für die Unterstützung unserer Nachhaltigkeitskommunikation zu begeistern – eine absolute Bereicherung, da sie als Spezialistin auf diesem Gebiet gilt.
Nur einen Tag später, am Samstag den 1. und Sonntag den 2. November, war es dann soweit: Auf der Veggienale Nürnberg präsentierte ZeroWasteNürnberg von Bluepingu e.V. das ZeroWaste-Spiel – Das Entdeckungs-Zuordnungs-Quiz (https://zerowaste.bluepingu.de/zerowaste-memory/) auf der ECOSTAGE. Das von unserer Gruppe entwickelte Quiz lud Kinder und Erwachsene gleichermaßen ein, spielerisch die Themen MüllVermeidung, PlastikSparen und KonsumVeränderung zu entdecken – ganz ohne Zahlen, komplizierte Grafiken oder inszenierte Fotos, sondern ausschließlich mit echten Alltagsgegenständen. Während Roland und Isabell die Aktion leiteten, wurden sie am Samstag von Steffi und am Sonntag von Matthias und Ute unterstützt (Danke!!!). Das Quiz vermittelte nicht nur Wissen, sondern regte auch direkt zum Nachdenken und Ausprobieren an. Am Ende der Präsentation und MitMachWorkshops wurden wir dann doch noch mit vielen, teils spezifischen Fragen gelöchert und haben auf unser Monatstreffen, unser Büro im CPH und den E-Mail-Kontakt via zerowaste@bluepingu.de verwiesen.
2. Ausblick: November-Netzwerktreffen & Pläne für 2026
Unser nächstes Treffen findet am Sonntag, den 30. November, statt und wird sich vor allem der Vertiefung unserer Pressearbeit und Bildungsangebote widmen. Im Dezember gönnen wir uns eine Verschnaufpause, bevor wir dann am Samstag, den 31. Januar, mit einem gemeinsamen Treffen von ZeroWasteNürnberg und Social Pingu wieder durchstarten. Alle Termine findet ihr unter zerowaste.bluepingu.de/treffen-termine/. (Sa. 31.01.; Sa. 28.02.; Di. 31.03.; …)
Ein herzliches Dankeschön geht an alle Helferinnen und Helfer, die diese Aktionen möglich gemacht haben, möglich machen – euer Engagement ist der Motor unserer Arbeit! Bleibt dran, denn gemeinsam haben wir wirklich Großes vor und werden Zero Waste in Nürnberg weiter voranbringen.
3. Für Kurzentschlossene – Arbeitstreffen bei Roland: Optimierung und Weiterentwicklung des Entdeckungs-Zuordnungs-Quiz
Am Samstag, den 15.11., ab 18:00 Uhr, treffen wir uns zum Arbeiten und geselligen Abendessen. Wir werden die 21 Paarungen unseres Entdeckungs-Zuordnungs-Quiz gemeinsam unter die Lupe nehmen:
Jede Paarung (z. B. Mehrweg-Glas-Pfandflasche vs. Einweg-Tetrapack oder Edelstahl-Teeei vs. Kunststoff-Teebeutel) recherchieren wir zu Eigenschaften und Alternativen – etwa zu Material, Kreislauffähigkeit oder Alltagstauglichkeit. Anschließend halten wir die Ergebnisse paarweise auf großen Zetteln fest, sodass alle Infos übersichtlich gegenüberstehen.
Ziel: Am Ende hat jede:r eine kompakte Übersicht, mit der sie/er den Workshop oder das Spiel selbstständig anleiten kann – ob in Schulen, Vereinen oder im Freundeskreis!.
Und weil gemeinsames Tun hungrig macht, gibt’s danach leckere Nudeln mit Tomatensauce und alkoholfreie Getränke – ich (Roland) koche für euch!
Wer mag, bringt Bier, Wein oder andere Lieblingsgetränke mit, und wir lassen den Abend bei gutem Essen, spannenden Gesprächen und jeder Menge Zero Waste-Ideen gemütlich ausklingen. Kommt vorbei – wir freuen uns auf euch, eure Perspektiven und eine runde Sache, bei der keine:r mit leeren Händen (oder Magen!) nach Hause geht!
4. Neues Projekt in den ersten Zügen: Quartiersbüro Lichtenreuth – Circular Society im Mikrokosmos
Während wir im Oktober und November unsere bestehenden Projekte vorantreiben, öffnet sich mit dem Quartiersbüro Lichtenreuth möglicherweise ein spannendes neues Feld: Hier entsteht ein Stadtviertel, das von Anfang an auf Nachhaltigkeit und Gemeinschaft setzt – und wir sind vielleicht mittendrin!
Treffen mit der Sozialpädagogin vor Ort: Diese Woche traf ich mich mit einer Bekannten, die uns bezüglich Kooperation angeschrieben hatte – Gülden, Sozialpädagogin im neu eröffneten Quartiersbüro Lichtenreuth. In einem zweieinhalbstündigen Gespräch erkundeten wir gemeinsam die Besonderheiten des Stadtteils: eine multikulturelle Gemeinschaft, begrenzte Einkaufsmöglichkeiten (nur ein Aldi und ein türkischer Supermarkt in 15 Minuten Entfernung) und das Potenzial, Lichtenreuth als Vorzeigeprojekt zu gestalten. Im ersten Brainstorming reflektierte ich Güldens Wunsch nach praktischen, niedrigschwelligen Angeboten – von Müllsammel-Exkursionen über das gemeinschaftliche Erarbeiten von Hintergründen und Zusammenhängen („Was ist eigentlich Müll, was sind Roh- und Wertstoffe?“) bis hin zum Erkundung des eigenen Stadtteils und der Wertschätzung dessen.
Die Idee zu einem Experiment war dann auch schnell geboren – Statt „Zero Waste“ könnten wir hier den Begriff der „Circular Society“ leben – oder noch besser: eine zirkuläre Gemeinschaft, die Ressourcen teilt, Bildung fördert (SDG 4 & 11 & 12) und Selbstwirksamkeit stärkt.
Konkrete Ideen:
- Kurzfristig: 2–3 Veranstaltungen bis Jahresende (z. B. Mülltrennungs-Workshops mit Alltagsbezug).
- Langfristig: Regelmäßige Formate wie Hochbeete mit SDG-Würfeln begrünen oder eine „Zero Waste-Sprechstunde“ – alles in Kooperation mit dem Quartiersbüro und den Bewohner:innen.
- Vision: Lichtenreuth als Modellstadtteil für nachhaltiges Leben entwickeln, beginnend mit kleinen Schritten wie InfoFlyern im Büro, gemeinsamen Instagram-Posts und partizipativen Projekten – und zwar (SDG 17 für SDG 13) von Bürger:innen mit Bürger:innen für Bürger:innen.
„Gemeinsam können wir hier einen Mikrokosmos schaffen, in dem Nachhaltigkeit von Anfang an mitgedacht wird – von der Müllvermeidung über Konsumveränderung bis zur Gemeinschaftsgestaltung.“
