RENN.süd-FORUM FÜR INITIATIVEN RUND UM NACHHALTIGES LEBEN

HAUS DER BEGEGNUNG ULM AM 23. MÄRZ 2019 von 10.00 BIS 17.00 UHR

Das RENN.süd-Forum ist unser jährliches länderübergreifendes Vernetzungs- und Austauschforum.
Die Veranstaltung bietet verschiedene Möglichkeiten der Mitgestaltung und im Programm finden sich Inputs ebenso wie die Gelegenheit zu Diskussion und Begegnung.
> Markt der Möglichkeiten
> Wandelplenum

Unser Engagement beim RENN.süd-Forum 2019 in Ulm

Am 23. März 2019 nahmen wir als Team – zu sechst – am 3. RENN.süd-Forum im Haus der Begegnung Ulm teil. Das Forum stand unter dem Motto „Nachhaltiges Leben gestalten“ und bot eine Plattform für Vernetzung, Austausch und konkrete Projektarbeit. Über 90 Engagierte aus mehr als 50 Initiativen und Kommunen aus Baden-Württemberg und Bayern kamen zusammen, um sich zu vernetzen und gemeinsam Lösungen für nachhaltige Herausforderungen zu erarbeiten.

Das Programm war vielfältig: Neben einem Markt der Möglichkeiten, auf dem wir uns mit einem eigenen Stand präsentierten, gab es ein Wandelplenum mit spannenden Projektvorstellungen, Workshops zu Themen wie Gemeinwohl-Ökonomie, Plastikvermeidung oder Visualisierungstechniken sowie ein Argumentationstraining für Nachhaltigkeitsengagierte. Besonders inspirierend war der Impulsvortrag von Prof. Günther Bachmann, Generalsekretär des Rats für Nachhaltige Entwicklung, der die Bedeutung von Vernetzung und positiver Kommunikation für den gesellschaftlichen Wandel betonte.

Wir waren aktiv eingebunden: Michael und ich haben nicht nur teilgenommen, sondern auch einen Workshop moderiert und uns am Markt der Möglichkeiten mit einem eigenen Beitrag eingestellt. Die Atmosphäre war von Offenheit und Tatendrang geprägt – ein toller Tag, der uns viele neue Impulse und Kontakte gebracht hat.

Dies ist der alte gerettete Text: „Sechs Mitglieder der Zero Waste Gruppe von Bluepingu nahmen am 22.02 am Kongress „Plastikfreie Stadt“ in Ludwigsburg
von RENN.süd, sowie am Netzwerktreffen am 21.02 teil.
Donnerstagabend trafen sich rund 40 Leute aus verschiedenen Organisationen und Initiativen vorwiegend aus Bayern und
Baden Württemberg, die sich mit dem plastikfreien Leben beschäftigen, um sich auszutauschen. Nach einer kleinen
Vorstellungsrunde der jeweiligen Gruppen und der dazugehörigen Projekte, wurde in Kleingruppen über verschiedene Themen
diskutiert. Beispielweise beschäftigte sich eine Gruppe mit konkreten Beispielprojekten, eine andere mit der Zusammenarbeit
verschiedener Organisationen, eine mit dem Anwerben neuer Mitglieder und die letzte Gruppe überlegte sich die
Möglichkeiten, die jede Kommune zu dem Thema Plastikfrei hat. Ein Grund für dieses Treffen war der Wunsch nach einer
besseren Vernetzung der einzelnen Initiativen in den verschiedenen Städten, um Synergieeffekte zu erreichen und sich Basis-
Arbeiten zu ersparen und zu vereinfachen. So wurde ziemlich schnell ersichtlich, dass in unterschiedlichen Städten gleiche
Projekte existieren. Das auffälligste Beispiel hierfür war „Einmal ohne bitte“ von Rehab Republic aus München und „Brings mit“
von der Initiative „Plastikfreies Augsburg“, beides Projekte, die sich mit dem verpackungsfreien Einkaufen beschäftigen.
Schwerpunkt liegt dabei auch auf Essen „to go“, das heißt es werden auf Einwegplastikbehälter verzichtet und stattdessen wird
das Gericht direkt in einer selbstmitgebrachten Dose zubereitet. Eine Verbindung der beiden Projekte könnte dann unter dem
Hashtag #mitohne erreicht werden.
Der Kongress selbst begann am nächsten Morgen um 10 Uhr mit 120 Leuten im Musikhaus in Ludwigsburg. Nach einer kurzen
Begrüßung startete das Programm mit drei kurzen Vorträgen über die (Un-)Endlichkeit des Plastiks von Prof. Dr.-Ing. Wolfgang
Rommel, über bereits vorhandene Kunststoffstrategien in Deutschland und der EU von Sonja Grimminger, sowie über
verpackungsarmes Einkaufen von Beate Mönch. Anschließend führten die drei RednerInnen und Matthias Klumpp, Leiter der
Marketingabteilung der ALB-GOLD Teigwaren Teigwaren GmbH, eine Podiumsdiskussion.
Nach einer Mittagspause wurden die Teilnehmer in vier Gruppen aufgeteilt, um in Workshops spezifischere Themen zu
diskutieren. Diese waren
▪ Gemeinsam der Plastikflut Grenzen setzen
▪ Lösungsansätze: Produktalternativen und Konsumverhalten
▪ Ansätze für weniger Plastik in Kommunen
▪ Plastikfrei im Handel – Blick hinter die Kulissen
Bei dem Workshop „Ansätze für weniger Plastik in Kommunen“ übernahm Bluepingu den Inputteil und stellte neben dem
Großraum Projekt „Zero Waste City Nürnberg“ als Vorzeigeaktion den Brotbeutel vor. Anschließend wurden die Ergebnisse
kurz den übrigen Teilnehmern vorgestellt und schließlich klang der Kongress mit Kaffee und Kuchen aus.
Insgesamt schauen wir zurück auf zwei sehr intensive Tage mit vielen Eindrücken und Informationen, neuen Kontakte und
Inspirationen, die wir hoffen auch weiterhin nutzen zu können, um so die Strategien der Müllvermeidung möglichst weit zu
verbreiten. Ein erster Schritt in Richtung sichtbar machen der einzelnen Initiativen und Gruppen in einer Stadt ist die „Karte von
morgen“, auf der Orte markiert werden, an denen sich Menschen heute für ein besseres Morgen einsetzen. Und vielleicht
schaffen wir es durch die verschiedenen Netzwerke, Projekte aus anderen Städten zu übertragen und dann heißt es in
Nürnberg auch bald „#mitohne bitte!“