Unser FSJ-Seminar am 13. Februar 2018: Als Anne mir zeigte, wie man begeistert

„Zero Waste im Alltag – von Beginner bis Profi“

Es war einer dieser besonderen Momente: Anne, Roland, Sabrina – und ein Raum voller junger Erwachsener, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr absolvierten. Für uns war es einer der ersten größeren Vorträge als Zero Waste Nürnberg – und für mich persönlich eine Schule des Präsentierens.

Bluepingu hatte uns eingeladen, um zu zeigen: Nachhaltigkeit ist kein starres Regelwerk, sondern ein Weg – und jeder startet anders. Also teilten wir unsere Erfahrungen auf – nicht als Lehrmeister, sondern als Menschen, die selbst noch lernen:

  • Roland (Level: Beginner): „Zero Waste im Alltag – oder: Wie ich lernte, die Plastiktüte links liegen zu lassen.“ (Spoiler: Es ging um einfache Schritte, die jeder sofort umsetzen kann: Refill-Becher, Stoffbeutel, Bewusstsein schaffen.)
  • Sabrina (Level: Fortgeschritten): Sie zeigte, wie man Verpackungen meidet, ohne sich zu verbiegen – von Unverpackt-Läden bis zur DIY-Kosmetik.
  • Anne (Level: Profi): Souverän, klar, inspirierend. Sie sprach über Systemwandel, politische Hebel – und vor allem: Dass Perfektion nicht das Ziel ist. (Und ja, ich habe an diesem Tag viel von ihr gelernt.)

Warum dieser Vortrag unvergesslich war

  • Junge Zielgruppe, frische Energie: Die FSJler:innen stellten kritische Fragen, lachten über unsere „Pannen“ (ja, auch wir vergessen mal den Becher!) – und gingen mit konkreten Ideen nach Hause.
  • Meine Rolle: Hospitieren & Staunen Ich durfte Anne assistieren, zuhören, mitdiskutieren. Wie baut man eine Präsentation auf? Wie reagiert man auf Skepsis? Sie machte es vor – mit einer Mischung aus Fachwissen und Herz.
  • Das Besondere: Wir sprachen nicht über Zero Waste, sondern aus dem Leben. „Bei mir hat alles mit einem Brotbeutel angefangen“, sagte ich – und plötzlich nickten viele.

Was blieb?

  • Das Gefühl: „Wenn diese jungen Menschen jetzt anders einkaufen, haben wir etwas erreicht.“
  • Die Erkenntnis: Vortragen ist Teamwork. Anne gab Sicherheit, Sabrina brachte Kreativität ein – und ich? Ich verstand: Auch als „Beginner“ hat man eine Stimme.
  • Die Bestätigung: Vor jungen Erwachsenen zu stehen, die die Welt verändern wollen – das gibt Energie für Monate.

Heute weiß ich: Genau solche Momente – wenn man selbst noch lernend vorne steht – sind die wertvollsten. Denn Zero Waste ist kein Wettkampf. Es ist ein Prozess. Und der fängt immer bei Level 1 an.


PS: Wer selbst mal „hospitieren“ möchte – wir suchen immer Mitstreiter:innen für Workshops! Meldet euch. 😊

PPS: Auf dem einen Foto hält Anne stolz ihr Einmachglas hoch – gefüllt mit ihrem Restmüll eines ganzen Jahres. Kaum zu glauben, aber wahr: Was für viele ein ganzer Müllcontainer wäre, passt bei ihr in ein einziges Glas. Ein beeindruckender Beweis, dass Zero Waste nicht nur Theorie ist, sondern gelebte, alltagstaugliche Realität. 🌱♻️