„Trashed – Weggeworfen“: Unser erster großer Auftritt als Zero Waste Nürnberg
Es war einer dieser Momente, die zeigen: Manchmal beginnt Veränderung mit einer einfachen E-Mail. Anfang Dezember 2017 erreichte uns die Anfrage von Bernhard Heeren aus Langenzenn: „Könntet ihr als Diskussionspartner zum Film ‚Trashed – Weggeworfen‘ mit Jeremy Irons kommen?“ – ein Oscar-prämierter Dokumentarfilm, der schonungslos zeigt, wie unser Müll die Welt vergiftet. Die Abfallwirtschaft des Landkreises Fürth hatte abgesagt. Doch wir? Wir sagten zu.
Warum? Weil wir wussten: Abfallvermeidung ist besser als Mülltrennung. Und weil es unsere erste große Chance war, über die Stadtgrenzen Nürnbergs hinaus gehört zu werden.
Von der Anfrage zur Bühne: Ein Team macht sich bereit
Innerhalb weniger Tage organisierten wir uns: Anne, Roland und Johanna – ein kleines, aber hochmotiviertes Team – bereiteten Argumente, Fakten und vor allem unsere Botschaft vor: Reparieren, Upcyclen, Wiederverwenden – statt Wegwerfen. Wir wälzten Zahlen (45 Millionen Tonnen Haushaltsmüll pro Jahr in Deutschland!), sammelten Tipps für plastikfreies Leben und packten unsere Refill-Becher und Stoffbeutel ein. Am 25. Januar 2018 war es dann soweit: Im Bürgerhaus Langenzenn saßen wir plötzlich vor einem wirklich vollen Saal, neben Gerhard Heinzel vom Repair-Café Fürth, und diskutierten mit dem Publikum:
- „100% Recycling? Gibt es nicht!“ (Roland)
- „Jede:r kann heute starten – mit kleinen Schritten.“ (Anne)
- „Zero Waste ist kein Verzicht, sondern eine Chance.“ (Johanna)
Warum dieser Abend besonders war
- Premierengefühl: Es war einer unserer ersten öffentlichen Auftritte als Zero Waste Nürnberg – und wir waren nervös, aber stolz.
- Netzwerken über Grenzen: Plötzlich sprachen wir nicht mehr nur mit Nürnberger:innen, sondern mit Menschen aus dem ganzen Landkreis Fürth.
- Sichtbarkeit: Der Filmabend wurde beworben – sogar mit unserem Logo und dem Hashtag #ZeroWasteNUE (siehe [Filmplakat](LINK ZUM PLAKAT)).
- Konkrete Impulse: Im Publikum saßen später Gründer:innen des Repair-Cafés Langenzenn – inspiriert von unseren Ideen.
Was blieb? Mehr als nur Erinnerungen
- Medienecho: Unsere Aussagen flossen in die Umweltkolumne 1/2018 ein (siehe [Artikel](LINK ZUM PDF)).
- Nachhaltige Kontakte: Die Kooperation mit ebl-Naturkost und Bluepingu festigte sich.
- Bestätigung: Wir hatten das Gefühl: „Unsere Message kommt an.“
Ein Abend, der Schule machte
Heute blicken wir zurück und lächeln: Damals fuhren wir noch mit dem Auto nach Langenzenn – heute werden wir bundesweit zu solchen Veranstaltungen eingeladen. Aber dieser erste Abend bleibt unvergessen – weil er zeigte: Wenn man eine klare Haltung hat, finden sich immer Menschen, die zuhören wollen.
PS: Wer den Film noch nicht kennt: Hier der Trailer. Und wer Lust hat, selbst aktiv zu werden: Meldet euch! Die nächste Diskussionsrunde kommt bestimmt. 🌍✊



