Der Abend, an dem die Brotbeutel-Idee Form annahm
Küchentisch-Innovation: Wie aus einer Idee ein Projekt wurde
Es war einer dieser Abende, die Geschichte schreiben: Unser viertes Arbeitstreffen – und der Moment, in dem die Brotbeutel-Aktion wirklich Gestalt annahm. In meiner Küche saßen wir beisammen – Anne, Britta, Martina, Michael und ich – mit Tellern voller Oliven, Brustklee (oder war es Rucola?), Tomaten, Mozzarella und jeder Menge Enthusiasmus. Jede:r hatte etwas mitgebracht, nicht nur zu essen, sondern vor allem: Ideen, Energie und den Willen, Nürnberg ein Stückchen nachhaltiger zu machen.
Der erste Prototyp – und große Pläne
Michael hielt ihn stolz in der Hand: den ersten Prototypen des Brotbeutels, der später zum Markenzeichen von Zero Waste Nürnberg werden sollte. Wir diskutierten, wie wir die Aktion zur Europäischen Woche der Abfallvermeidung umsetzen könnten. Wie gewinnen wir Bäckereien als Partner? Sollte es ein einheitliches Design geben? Wie schaffen wir es, dass die Beutel nicht nur genutzt, sondern auch geliebt werden?
Die Stimmung war elektrisierend. Wir wälzten Details, lachten über skurrile Vorschläge („Sollen wir die Beutel mit Sprüchen bedrucken? ‚Brot braucht keine Tüte!‘“) und träumten laut davon, wie es wäre, wenn jeder Nürnberger, jede Nürnbergerin beim Bäcker einfach den eigenen Beutel zücken würde. Keine Papiertüten mehr. Kein unnötiger Müll. Nur eine Stadt, die zeigt: Zero Waste ist kein Verzicht – es ist eine Einstellung.



